Alpenüberquerung auf dem GR5 – Die ultimative Packliste

Die folgende Packliste ist für die GTA/ GR5 oder jede andere Alpenüberquerung oder mehrtägige Hüttentour geeignet. Mehr als 10 Kilo (inklusive zwei Liter Wasser) sollte man sich nicht antun.

Bekleidung & Rucksack

– Wanderstiefel
– Wanderstöcke

– Rucksack (35 L) mit Regenschutz
– Wandersocken (2 Paar)
– Funktionsshirts (1 bis 2 Stück)
– Funktionsunterwäsche
–  evtl. Schlafshirt/Hüttenshirt
– Zip-Off Wanderhose
– Evtl. zusätzliche Kurze Hose
– Regenhose
– Regenjacke / Hardshell
– Funktionsoberteil (langärmelig)
– Handschuhe (für Klettersteig geeignet)
– Mütze / Cap
– Sonnenbrille
– Hüttenschuhe
– evtl. Badehose
– evtl. Jogginghose für die Hütte

Ich glaub das war die letzte Fernwanderung, die ich mit Bergstiefeln gegangen bin. Im Outdoorladen zeigen sie dir zwar einen Vogel, wenn du mit irgendetwas anderem als einem Kategorie B Wanderstiefel in die Alpen willst aber ich habe nun schon zahlreiche Touren in Stiefeln hinter mir und bin damit nie zufrieden gewesen.

Je länger die Tour, desto anstrengender finde ich es in Stiefeln zu laufen. Meine haben mir wunderbar gepasst, waren bequem zu tragen und ich hab auf der gesamten Tour keine einzige Blase bekommen aber auf Dauer finde ich sie einfach zu schwer, klobig und unflexibel. Ich fühle mich darin schwer und langsam.

Und die meisten Franzosen sehen das scheinbar ähnlich. Obwohl es fast regelmäßig bis auf 2800 Meter ging, hatten 80 % der Wanderer, die ich getroffen habe Trailrunning-Schuhe an (darunter auch sehr erfahrene Fernwanderer).

Am Ende ist das natürlich eine persönliche Präferenz und abhängig von der Tour.

Kleidungstechnisch, sollte man schnelltrocknende, leichte Funktionskleidung bevorzugen. Die kann man öfter waschen, statt mehrere Teile mitzunehmen. Meine Shorts hatte ich z.B. 29 Tage am Stück an.

Für die Hütte

– Hüttenschlafsack
– Kulturbeutel
– Stirnlampe
– Evtl. Ohropax
– Mikrofaser Handtuch
– Beutel / Plastiktüte für Dreckwäsche

Verpflegung

– Energie-Riegel / Snacks
– Trinkblase (Mind. 2 Liter)
– Zip-Tüten (Für Lebensmittel und anderen Krimskrams)
– Messer

Ich hatte ein Taschenmesser dabei, das aber relativ schwer war. Rückblickend hätte ich nur ein leichtes Klappmesser zum Brote schmieren mitnehmen sollen.
Man kommt durch viele Ortschaften, so dass man seine Essensvorräte jederzeit wieder aufstocken kann.

Erste-Hilfe

– Erste Hilfe Set 
– Blasenpflaster
– Tape (!)
– Hirschtalg (Blasenprävention)
– Schmerzmittel
– Sonnencreme
– Lippenpflege

Gutes Tape, (Blasen)pflaster und Schmerzmittel sind wichtige Begleiter auf jeder Fernwanderung.

Elektronik

– Telefon
– Evtl. GPS-Gerät
– Evtl. Multisport-GPS-Uhr (Für die Trail-Statistik)
– Fotoapparat
– MP3 Player (inkl. guter Playlist /Hörbüchern / Podcasts)
– Kopfhörer
– eReader (falls ihr nicht analog lest)
– Evtl. Powerbank / Ersatzakku

Ich bin immer noch sehr zufrieden mit meiner Sony Alpha 6000 Kamera (siehe Link). Klein genug um sie immer griffbereit zu haben und dennoch in der Lage starke Bilder zu machen.

Auf meine Powerbank und mein Buch hätte ich verzichten können. Strom gibt es auf den Hütten genug und zum Lesen bin ich erst in Nizza gekommen (wo ich mir ein neues Buch gekauft habe). Davor bin ich jeden Abend tot ins Bett gefallen.

Sonstiges

– The GR5 Trail (Cicerone Guides) – Wanderführer
– Evtl.  Karten

– DAV-Ausweis
– Auslandsreiseversicherung
– Gute Laune

Ich hatte nur den Cicerone-Wanderführer dabei. Der war sehr gut und ausführlich aber leider auch sehr schwer. Leichter ist da die digitale Version für den E-Reader oder das Handy.

Fazit

Die Tour ist aufgrund der langen Etappen und vielen Höhenmeter sehr anstrengend, deswegen ist cleveres Packen essentiell!

Ich hatte mit dem Traumpfad München-Venedig schon eine Alpenüberquerung hinter mir und dachte, dass ich ganz gut gepackt habe.

Aber rückblickend hätte ich einfach nochmal maximal reduzieren müssen.

Ziel ist es, so wenig wie möglich aber so viel nötig zu packen. Ein leichter Rucksack und leichtes Schuhwerk machen die Tour um ein vielfaches angenehmer.

Jedes Gramm sollte nochmal auf den Prüfstand.

Hat man doch zuviel dabei, könnte man in Chamonix oder Briancon zur Not überschüssiges Gepäck nach Hause schicken.

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