Geld oder Leben!

Wie würdet ihr euer Leben leben, wenn ihr keine Gedanken an Geld verschwenden müsstet?

Diese spannende Frage stellte der mittlerweile verstorbene Religionsphilosoph Allan Watts in einer Vorlesung seinen Studenten.

Und ich stimme ihm zu 90% zu. Frei nach dem Motto: wenn du deinen Job liebst, musst du nie wieder in deinem Leben arbeiten.

Aber das größere Problem ist doch eine ganz andere Frage!
Nämlich: Was will ich eigentlich wirklich?
Wir leben in einer Gesellschaft mit schier unbegrenzten Möglichkeiten und Angeboten.
Wenn man dann (wie ich) nicht über besondere musische, mathematische oder malerische Talente verfügt, die einem die Richtung weisen, kann man sich leicht in dieser Suche verlieren.

Man ist schließlich vielseitig interessiert. Politik, Film, Musik, Natur, Literatur, Kochen, Sport, Wissenschaft. Da fällt es schwer, sich auf eine Sache  zu beschränken. Man muss zwar seine Miete bezahlen, möchte aber auch Anerkennung ernten und der Gesellschaft einen sinnvollen Beitrag leisten.

Momentan arbeite ich z.B. im Bereich Sport und Integration. Ein schwieriges Feld aber auch eine  sinnstiftende Tätigkeit. Ich bin zufrieden mit meinem Job und habe mir die Tätigkeit auch selbst ausgesucht und erarbeitet. Die Work-life Balance ist ziemlich optimal und ermöglicht mir auch diesen Blog zu führen.
Dennoch wollte ich ursprünglich eher im Bereich Film arbeiten z.B. als Drehbuchautor.

Da ich selbstständig bin (Ich bin mein eigener Boss und zahl mir zu wenig) und mir meine Zeit selbst einteilen kann, könnte ich ohne Weiteres diesen Traum verwirklichen.
Doch hier kommt das nächste Problem ins Spiel: die Angst vor Misserfolg und/oder Prokrastination.
Das ist für mich die wahre Hürde. Nicht das Geld. Das kriegt man schon irgendwie geregelt.

Jetzt kommen die Leute, die sagen: so ein Regenbogen-Hippie-Bullshit. Ich muss meine Miete zahlen. Ich würde ja gerne meinen Träumen folgen aber wie soll das gehen?
Dieses Argument würde ich vielleicht für benachteiligte Minderheiten gelten lassen. Aber solche Sprüche hört man meistens von studierten Individuen, die sich mit dem Status-quo ihrer Situation abgefunden haben und sich nicht mehr aus ihrer Wohlfühlzone raustrauen. Daran ist wieder die Frage gebunden: Was bin ich bereit für meinen Traum zu opfern?

Geld oder Leben! Eine essentielle Frage also, die sich aus vielen Winkeln betrachten lässt und die es sich zu stellen lohnt.

Also, wie würdet ihr wirklich gerne euer Leben verbringen?

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9 Kommentare

  • juneautumn sagt:

    Ich kann Dich verstehen, mir geht es ähnlich. Und das Einzige, was ich Dir raten würde: wenn das mit dem Geld klappen würde, dann folge Deinem Traum. Du kannst doch eine Zeitlang bestimmt beides machen – also versuch es! Und lass die Menschen, die Dir sagen wollen, was das „Richtige“ ist, reden. Mach ich auch so.

  • bullion sagt:

    …und dann kommt noch irgendwann Familie dazu und schon hat sich die theoretische Freiheit drastisch reduziert. Dann ist der Job in erster Linie wirklich Job, weil er eben Geld bringen muss. Verwirklichung findet man dann in ganz anderen Dingen. Und das ist auch gut so! 🙂

    „Wenn du deinen Job liebst, musst du nie wieder in deinem Leben arbeiten.“ klingt gut, ist aber auch sehr idealistisch und nur für ganz bestimmte Lebenssituationen geeignet.

    Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass du deinen Weg findest!

  • Ken Takel sagt:

    Oh. Das kam wohl anders rüber als gedacht : o)
    Also, ich leb doch schon meinen Traum! Hab jedenfalls keinen Grund mich zu beschweren. Klar, optimieren lässt sich immer etwas. Man sollte doch stets bemüht sein ein besserer, glücklicherer Mensch zu werden. Finde es halt ab und an wichtig die Weichenstellung des Lebens zu prüfen und ggf. zu korrigieren…

  • lomoherz sagt:

    Das wollte ich auch werden, Drehbuchautorin… 🙂

  • Katja sagt:

    Mit Geld wäre für jeden sicherlich einiges einfacher, aber auch mit weniger kann man ein tolles Leben hat, denn im Leben kommt es nicht immer nur auf Geld an.

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