Kommt nicht in die Plastiktüte!

 EU will Gebrauch von Plastiktüten einschränken

Ich hab mich hier schon vor längerer Zeit zu meiner Abneigung gegen Plastiktüten und single-used Plastik geäußert.

Und augenscheinlich liest nicht nur die NSA, sondern auch die EU mein Blog, denn wie ließe sich sonst erklären, dass man auf einmal auch in unseren Breitengraden den Gebrauch von Plastiktüten reduzieren möchte?

Zumindest steht dies in einem Gesetzesentwurf, dem das Europaparlament gerade in erster Lesung zugestimmt hat. Wie das Ganze dann umgesetzt wird, ist Ländersache.
Die Nutzung von Einwegtüten soll z.B. durch Steuern, Abgaben oder auch Verbote reguliert werden und binnen fünf Jahren um 80 Prozent reduziert werden.

Leider bezieht sich der Entwurf vorerst nur auf die ganz dünnen Tüten, die man z.B. für Obst und Gemüse bekommt aber immerhin.

Bis der bürokratische Apparat ins Rollen kommt, wird aber noch eine ganze Menge Plastikmüll ins Meer geweht.

Ich kann deswegen jedem, der sich (wie ich) moralisch überlegen fühlen möchte, empfehlen, auf Plastiktüten, Flaschen, Pommesgabeln, Strohhalme und sonstigen single-used PVC-Müll zu verzichten.

Ein interessantes Gespräch zum Thema gibt’s im aktuellen Greenpeace-Podcast:

(Quelle Zeit & Greenpeace)

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7 Kommentare

  • Oh Mann! Wir Deutschen sind solche Bedenkenträger und Zögerer! Und die Europäer insgesamt ja wohl scheinbar auch…
    Das Thema hatten wir doch vor 30 Jahren schon! Damals waren die großen Plastiktüten noch kostenlos. Fast wäre die Welt eingestürzt, weil die Dinger von da an etwas kosteten!
    Die hätten die Tüten schon damals verbieten sollen und basta! Es fällt doch wohl keinem ein Zacken aus der Krone, wenn er oder sie einen Stoffbeutel oder Korb mit zum Einkaufen nimmt…grummel

    • Ken Takel sagt:

      Eben. Das ist so grenzenlos bescheuert. Aber auch die Verbraucher, die sich bei jedem Einkauf ne Tüte geben lassen und den ganzen Single-Use Schwachsinn von q-tip bis Strohhalm nutzen…
      Ist doch echt nicht so schwer darauf zu verzichten…

  • Frau Tonari sagt:

    Ich habe auch meist einen Stoffbeutel für den schnellen Einkauf dabei. Der große Einkauf landet in einem Weidenkorb, der noch größere in einer Klappkiste, die zugegebenermaßen aus Plastik ist, uns aber schon viele Jahre treue Dienste leistet.
    Worauf ich aber wirklich nicht verzichten möchte, sind die Abfallbeutel in den Mülleimern . Ja, ich weiß, es ist single-use-Kram. Aber, wer als Kind unter dem Auslegen von Mülleimern mit Zeitungspapier litt und nach dem Heruntertragen des Inhaltes den Eimer immer auswaschen musste, der möchte diesen Zustand nie wieder zurück 😉

    • Ken Takel sagt:

      Na ja Müllbeutel sind für mich nochmal eine andere Kiste, die sind ja auch nicht wirklich single-use. Man muss ja erstmal ne Menge Abfall rein werfen.
      Aber das Thema kommt auch in dem Podcast vor. In einigen Ländern hat bei dem Verbot der Tüten, der Kauf von Mülltüten zugenommen hat, weil die Leute vorher die normalen Plastiktüten dafür verwendet haben.
      Dennoch macht das einen Riesenunterschied…

  • trix sagt:

    Also – ich brauch sie auch nicht. Ich finde es schon gut, dass es inzwischen viele Läden gibt, die ihre Sachen in Papiertüten weitergeben. Supermärkte können sich da auch eine Scheibe abschneiden!

    Ich hab jahrelang Plastiktüten „gesammelt“, weil ich sie nicht einfach entsorgen wollte. Wurden dann „gelber Sack“-Tüten. Inzwischen sind sie aber alle aufgebraucht. Geht auch ohne. Wenn man vor ein paar Jahren in Spanien in einem Carrefour einkaufen gegangen ist (oder eigentlich in jedem Supermarkt), hat man den Mund nicht mehr zugekriegt, weil jeder für seinen Großeinkauf diese dünnen Säckchen nachgeschmissen bekam. Da kamen bei einem Einkauf locker 20 Tüten pro Familie zusammen (gefühlt).

    Ich bin gespannt, wie sich das Thema weiterentwickelt.

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