Tragödie in Skateistan

Selbsmordanschlag in Kabul

Wie oft liest man heutzutage von Selbstmordattentaten. Bei mir löst das gar nichts mehr aus. Alle paar Tage hört man von Anschlägen, die dutzende Menschen in den Tod reißen. Hier in der Festung Europa, schüttelt man höchstens den Kopf über diese sinnlose Verschwendung von Menschenleben.
Eine abstrakte Tragödie, die unendlich weit entfernt zu sein scheint.

Am morgen des 8. September ist es wieder passiert. Ein Selbstmordattentäter hat sich in Kabul in die Luft gesprengt. Vier von den sechs getöteten Kindern gehörten dem vielfach ausgezeichneten Skate-Projekt Skateistan an.
Khorshid, Nawab, Mohammed Eeza und Parwana wollten nur Kinder sein und engagierten sich mit Begeisterung im Projekt. Nie wieder werden sie auf einem Skateboard stehen.

Als ehemaliger Skater macht es mich einfach nur unendlich traurig in diese hoffnungsvollen und glücklichen Gesichter zu sehen und zu wissen, dass sie nie wieder mit wehenden Haaren durch die Straßen von Kabul rollen werden.
Hier wird die ganze Absurdität und Sinnlosigkeit des Krieges greifbar.

Mehr über die vier mutigen Skater könnt ihr hier nachlesen. Dort könnt ihr auch dieses fantastische Projekt unterstützen (z.B. mit dem Kauf eines T-Shirts oder Buches).

Skateistan

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