Wie Dronen unsere Wälder retten könnten!

Eine Milliarde Bäumen in einem Jahr
Start-Up will Aufforstung beschleunigen

Jedes Jahr werden circa 26 Milliarden Bäume gefällt und nur 15 Milliarden neu gepflanzt. 

Da braucht man kein Einstein zu sein, um zu sehen, dass die Rechnung nicht aufgeht. 

Die Firma BioCarbon Engineering möchte sich nun diesem Problem annehmen – mit Dronen!

Diese sollen zunächst eine 3D Karte der Umgebung erstellen, auf deren Basis die Forscher einen Bepflanzungsplan erstellen. 

Daraufhin fliegt eine Drone in zwei bis drei Metern Höhe über das Gelände und schießt Saatbomben in den Boden. 

Im Gegensatz zur Aufforstung per Hand, könnte man mit den Dronen effizienter und günstiger arbeiten. Desweiteren ließen sich auch Bäume in schwer zugänglichen Regionen pflanzen.

Eine Drone könnte circa 10 Saatbomben pro Minute einpflanzen. Zwei Piloten, die mehrere Dronen steuern, könnten so an einem Tag circa 36 Tausend Bäume pflanzen. 

Mit ihrem Konzept gewann die britische Firma im letzten Jahr den Skoll Foundation Award und zeigte nun kürzlich auf der Drones for Good Competition in Dubai ihren Prototypen. 

Jetzt wird es noch darum gehen sicherzustellen, dass die Bäume vernünftig wachsen. Dann stünde eine massiven und günstigen Aufforstung nichts mehr im Wege. 

Weitere Informationen: 
WiredDrones could help save the world’s forests
Fast CompanyThis drone startup has an ambitious plan to plant 1 billion trees a year

5 Kommentare

  • Patrick sagt:

    Ich erinnere mich da an eine kurze Doku über Wälder in British Columbia, in denen durch Aufforstung die Bäume viel zu dicht standen, was sich auf den Rest der Vegetation negativ ausgewirkt hat. Leider finde ich das Video nicht mehr. Ich hoffe jedenfalls, mit dieser an sich schönen Idee wird nicht ein Übel gegen ein anderes eingestauscht.

    Bzgl. unzugängliche Gebiete: verstehe ich das richtig, dass diese offenbar nur unzugänglich zum Bepflanzen, nicht aber zum Abholzen sind?

  • Markus sagt:

    Das Problem der Wälder ist doch nicht die fehlende Technologie zur Aufforstung, sondern das Profitinteresse der Konzerne, die die Wälder in tote, vergiftete Cash Crop-Wüsten umwandeln – Palmöl, Soja Tiermast, Mais, Biogas, Ethanol, etc.

    Genausowenig ist Hunger durch einen Mangel an Nahrungsmitteln bedingt, sondern durch veweigerte abstraktee Zugriffsrechte auf vor Ort vorhandene Nahrungsmittel (Hungerländer als Netto-Exporteure).

    Genausowenig ist Krieg durch Streitsucht zwischen Menschen bedingt.

    Genausowenig werden Schuldenfallen konzipiert, weil man die Rückzahlung erhofft.

    Das geht endlos so weiter – bevor man ein Problem lösen will, muss man analysieren, worin das Problem besteht und wodurch es wirklich verursacht wird.

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