You talkin‘ to me? – Freundliche Taxifahrer im Big Apple

An meine letzte Taxi-Fahrt in New York habe ich keine besonders positive Erinnerung. Das lag vor allem daran, dass man mit dem Fahrer, vom Rücksitz aus, nur durch Panzerglas kommunizieren konnte. Außerdem lief permanent nervtötende Werbung auf einem eingebauten Bildschirm. Erst auf halber Strecke habe ich gemerkt, dass man die Glotze auch ausstellen konnte. 

Dass es aber auch anders geht, kann man aktuell in der NewYorkTimes nachlesen. Neben der Yellow Taxi Complaint Webseite gibt es demnach auch eine Yellow Taxi Driver Compliment Seite.

Und so sind neben den 22 000 Beschwerden seit Anfang 2012 auch 881 Komplimente eingereicht worden. 

Darunter so großartige Lobpreisungen wie: 

„Hat während der Fahrt NICHT telefoniert.“

„War bereit uns nach Brooklyn zu fahren.“

„McHugh. Guter Fahrer.“

Ein Taxifahrer gab sogar einen Diamantring zurück, der in seinem Taxi vergessen wurde und wollte den Finderlohn nicht annehmen. Seine Antwort: „Gott hat mich ausreichend versorgt.“

Mehr Heldentaten und Komplimente kann man hier nachlesen: 
Sometimes, Riders find a cabby worth praising

In Deutschland pflegen wir dagegen eher unsere Meckerkultur. Deshalb nehme ich mir vor demnächst einem Dienstleister ein wohlformuliertes Kompliment zu schreiben. Wer würde sich nicht darüber freuen?

Mit seinem Film Night on earth setzte Jim Jarmush Taxi-Fahrern weltweit ein Denkmal. Ein großartiger Film, den man sich nicht oft genug anschauen kann.
Und wie es der Zufall will, spielt eine meiner Lieblingsepisoden in New York. 

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