A voyage for madmen – Peter Nichols

awesomatik auf Buchfühlung

A voyage for madmen – Peter Nichols

Die Vendée Globe gilt als die härteste Segelregatta der Welt. Dabei können sich die Sportler heutzutage auf GPS, Hightech-Yachten und gute Kommunikation verlassen.

Davon konnten die Teilnehmer des Sunday Times Golden Globe Race, der ersten Nonstop Einhand-Weltumsegelungsregatta im Jahr 1968, nur träumen. 

In A Voyage for Madmen rekonstruiert Peter Nichols die Geschichte von neun Männern, die auszogen das letzte große Abenteuer der Erde zu erleben.  

Doch zehn Monate später sollte nur einer von Ihnen die Ziellinie erreichen. Während ihn Reichtum, Ruhm und Ehre erwartete, blieb für die anderen nur die Niederlage, Wahnsinn und Tod. 

Einmal um die Welt segeln. Klingt für den Laien nach einem schönen Rentnertraum. Aber ganz so einfach ist es wohl nicht. 
Denn wenn man nicht durch den Panamakanal segelt, sondern vorbei an den drei Kaps (Kap der Guten Hoffnung,  Kap Leeuwin, Kap Hoorn) erwarten einen am 40. Breitengrad die Roaring Forties.
Winde, die aus westlicher Richtung kommen und häufig zu heftiger Sturmstärke auflaufen. Sie Sorgen für hohen Seegang und Regen und verlangen Einhand-Seglern und Booten alles ab. 

Neben der körperlichen Fitness benötigt der Weltumsegler aber vor allem mentale Stärke.
1968 musste sich die Teilnehmer auf ein knappes Jahr „Einzelhaft“ auf ihren Booten einstellen, häufig ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt. Diese Einsamkeit muss man erstmal aushalten können. 
Hinzu kommen Schlafentzug, schlechtes Essen und technisches Versagen. Die besten Zutaten für Wahnsinn!

Klar, dass sich nur eine Handvoll Draufgänger dazu hinreißen ließen. 

Den Mut zur Herausforderung brachten alle mit aber ansonsten hätten die Teilnehmer nicht unterschiedlicher sein können. Vom philosophischen Segelexperten Bernard Moitessier bis hin zu Chai Blyth, der vor dem Rennen noch nie wirklich gesegelt war. 
Auch bei den Yachten war vom Einrumpf-Holzboot bis zum Trimaran alles dabei. 

Nach einer detaillierten Vorstellung der Teilnehmer rekonstruiert Autor Peter Nichols, der selbst auch Segler ist, anhand von Zeitungsartikeln, Literatur und Logbüchern den Verlauf des Rennens. 

Welches Schicksal, wen ereilte soll hier nicht verraten werden. Aber wer zuvor noch nie etwas von dem Rennen gehört hat, wird die ein oder andere spektakuläre Überraschung erleben.  

Nichols Schreibe ist solide wenn auch nicht übermäßig leidenschaftlich. Deshalb hätte ich gerne mehr Originalauszüge aus den Logbüchern gelesen.
Zudem war es anfangs aufgrund der vielen Protagonisten nicht so leicht den Überblick zu behalten aber im Laufe des Rennens lichtet sich praktischer weise das Teilnehmerfeld. 

Fazit – Leinen los für ein Leseabenteuer!

Das Sunday Times Golden Globe Race von 1968 bot reichlich Stoff für fesselnden Seemansgarn.
Und obgleich es um neun Einzelschicksale geht, gelingt es Nichols diese zu einer runden Geschichte zu verarbeiten.  Vom Haifisch bis zur Monsterwelle bietet A voyage for Madmen alles, was das Leichtwassermatrosenherz begehrt. Alle Mann an Bord, es geht rund!

Wertung 3/5

1. Geht gar nicht     2. Is OK     3. Gut    4. Richtig gut     5. awesomatik!

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awesomatik Kuriosum

Wer selbst mal um die Welt segeln möchte, der kann sich hier ein paar Tipps holen.

Was einem so alles auf hoher See passieren kann, sieht man spektakulär in folgenden Filmen:
All is lost von J. C. Chandor

En Solitaire von Christophe Offenstein 

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A Voyage for Madmen
 (Englisch)

A Voyage For Madmen (Englisch – Kindle)

 

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